EYE-COWS - Löwen attackieren mit Augen auf dem Po bemalte Kühe seltener

Submitted by Sebastian on Sun, 10/11/2020 - 16:00
EYE-COWS - Löwen attackieren mit Augen auf dem Po bemalte Kühe seltener

Katzen sind genauso wie Großkatzen Schleichjäger. Aber wusstet ihr schon, dass viele Schleichjäger die Jagd abbrechen, wenn sie von ihrer Beute gesehen werden? Genau das machen sich Viehbauern im Okavango Delta zunutze, indem sie ihre Kühe bemalen. Wie genau das funktioniert, erfahrt ihr im Video, also bleibt dran. Die heutige Idee zur Folge stammt übrigens von unserem Freund Prof. Schiftan aus der Schweiz.

Grundausstattung
*Grundausstattung für Katzen

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Löwen und Rinder im Okavango Delta

In der Okavango Region in Botswana ist es nicht nur heiß, auch tummeln sich Nutzvieh und Raubtiere auf engem Raum. Das führt unweigerlich zu Konflikten zwischen wildlebenden Schleichjägern wie Löwen, Leoparden und Hyänen und den Viehbauern. Die bisherigen Sicherungsmaßnahmen wie Zäune und Wachposten zur Bewachung der Rinderherden kosten die Landwirte viel Geld. Eine nichttödliche und kostengünstige Lösung muss her. Doch welche?

Schau mir in die Augen Kleines…

Große wie kleine Katzen sind Schleichjäger. Das bedeutet, sie schleichen sich unbemerkt an ihre Beutetiere heran, verfolgen sie und nutzen das Überraschungsmoment, um ihre Beute zu erlegen. Häufig brechen die Räuber aber die Jagd ab, wenn sie glauben, ihre Beute hätte sie gesehen. Da hatten findige Wissenschaftler eine geniale Idee. Was wäre, wenn Kühe auf ihrer Rückseite Augen hätten und könnte das die Angriffe von Raubtieren minimieren?

Studie mit Überraschungen

Gesagt getan. In einer groß angelegten Studie wurden 2.061 Rinder aus 14 Herden an ihren Hinterteilen bemalt. Ein Drittel aller beteiligten Rinder erhielten ein aufgemaltes Auge, ein weiteres Drittel erhielt Kreuzmarkierungen und das letzte Drittel wurde gar nicht bemalt. Es waren insgesamt 49 „Malstunden“, die sich insgesamt über 24 Tage verteilten. Und tatsächlich funktionierte diese einfache Bemalung ganz hervorragend. In der 4 Jahre dauernden Studie fiel keine Einzige der „Augenkühe“ Raubtieren zum Opfer.

Doch es gab auch Überraschungen. So wirkten auch die simplen Kreuzbemalungen besser als keine Bemalung. Lediglich 4 der mit Kreuzen verzierten Rinder fielen Raubtieren zum Opfer, wohingegen 15 der unbemalten Rinder ihr Leben durch Räuber ließen.

Eye-Cow-Technik – das Allheilmittel?

Ist diese Methode, die Eye-Cow-Technik getauft wurde, nun eine dauerhafte und kostengünstige Möglichkeit für die Bauern ihre Viehbestände zu schützen? Leider nicht wirklich. Durch Habituation wird der anfängliche Reiz, der durch die aufgemalten Augen zum Jagdabbruch führt, nachlassen. Sie gewöhnen sich schlicht daran. Die schlauen Großkatzen lassen sich dadurch nicht permanent hinters Licht führen.

Diese Gewöhnung wird noch beschleunigt, wenn alle Rinder mit Augen auf ihren Hinterteilen versehen sein sollten. An dieser Stelle empfehlen die Autoren des Artikels gewisse „Opfertiere“ nicht mit Augenmarkierungen zu versehen. Besonders wertvolle Tiere sollten jedoch die Augenmarkierungen erhalten.

Fazit

Die Lösung ist zwar keine Dauerlösung, aber immerhin ein Werkzeug mehr im Werkzeugkasten, der die friedliche Koexistenz zwischen Nutzviehhaltern und Raubtieren im Okavango-Delta fördert

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EYE-COWS - Löwen attackieren mit Augen auf dem Po bemalte Kühe seltener

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Quelle:
https://phys.org/news/2020-08-lions-cattle-eyes-backsides.html