GASSI GEHEN | mit Katze raus gehen

Submitted by Sebastian on Sun, 05/03/2020 - 13:21
GASSI GEHEN | mit Katze raus gehen

Ihr seid vielleicht gerade umgezogen und der neue Wohnort bietet keine gefahrlose Möglichkeit des Freigangs für den Fellball mehr. Oder aber eine stark befahrene Straße liegt direkt neben eurem Grundstück. Nachbarshunde mögen gern Katzen, allerdings zum Frühstück. Das sind nur einige mögliche Gründe warum ein ehemaliger Freigänger nun nicht mehr so einfach unbeaufsichtigt draußen herumstreunen darf. Doch wie kann man seinem Stubentiger der unbedingt wieder frische Luft schnuppern möchte nun wieder ein Stück der ehemaligen Freiheit wiedergeben? Mit dem gemeinsamen Gassi gehen.

Grundausstattung
*Grundausstattung für Katzen
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Gassi gehen, nur wenn die Katze auch möchte

Eins vorweg, Gassigehen ist immer abhängig von der Katze selbst. Nicht jede Katze kommt dafür in Betracht oder empfindet dies als etwas Positives. Eine völlig schüchterne Wohnungskatze kann mit der Reizüberflutung möglicherweise überfordert sein und der Gassigang wird zum stressigen Akt für Halter und Tier.

Aber auch bereits an Freigang gewohnte Tigertatzen könnten dem gassiwilligen Herrchen einen Strich durch die Rechnung machen. Einer Wohungskatze ist das Gassi-gehen leichter anzugewöhnen als einem ehemailigen Freigänger. Gassi-gehen entspricht nicht dem natürlichen Bewegungsmuster der Katze. Also welche Voraussetzungen sollten denn der Salonlöwe mitbringen für einen erfolgreichen gemeinsamen Spaziergang?

Die Ausstattung

Es ist von Vorteil, wenn eure Schnuffelschnute selbstbewusst und zugänglich ist, sich vom Halter bedenkenlos hochheben lässt und in eine *Tranpsortbox oder *Katzenrucksack geht sie sofort und freiwillig. Je aufgeschlossener gegenüber fremden Menschen, Gegenständen, Geräuschen und Gerüchen desto besser. Dann sind gute Voraussetzungen für die Gewöhnung an das *Geschirr und die Leine gegeben. Aber auch ein schüchterner Vertreter der Feliden kann das lernen. Was braucht ihr als Ausrüstung?

Transportbox

*Tranpsortbox

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Rucksack

*Katzenrucksack

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Geschirr

*Geschirr

Auf jeden Fall solltet ihr anstelle eines Halsbandes unbedingt ein *Geschirr nutzen. Falls felis catus sich erschreckt könnte ansonsten die Gefahr einer Strangulation bestehen. Das *Geschirr sollte nicht zu fest und nicht zu locker sitzen. Es muss fest an Bauch und Brust sitzen und zur Größe eurer Katze passen. Es darf nicht scharfkantig sein und nicht rascheln oder glitzern. Es besteht Verletzungs- bzw. Irritationsgefahr.

Ansonsten bietet es nicht den notwendigen Halt falls es einmal ernst werden sollte. Je weniger das *Geschirr die Fellnase einengt desto besser und umso entspannter und freier fühlt sich Katzi. Kauft möglichst eine *Flexileine mit mind. 4m Länge, gern auch mehr, dazu. Die ist praktischer als die 1,20 kurzen Leinen die bei den Geschirren oft dabei sind. Die Geschirre und Leinen gibt es im Zoofachhandel oder Online.
(Maßgeschirr entfällt)

Leine

*Flexileine

Die Gewöhnung ans Gassigehen

Als nächstes übt ihr am besten zu Hause regelmäßig zu bestimmten Zeiten das Anlegen des Geschirrs. Je behutsamer ihr dabei vorgeht desto besser. Insgesamt sollte jedoch das Anlegetraining nicht länger als 1 Woche in Anspruch nehmen, da sonst die Fellrakete davon mehr gestresst wird. Konkrete Anleitungen zum Geschirrtraining findet ihr hier bei Traveler’s Garden.

Endlich geschafft das *Geschirr sitzt und wir können gemeinsam Spaziergehen. Ja, aber bitte erstmal nur innerhalb der eigenen vier Wände. Wenn diese Lektion entspannt funktioniert, dann geht’s ab in die freie Natur. Aber bitte nicht zu frei. Schaut das Büsche und Bäume in der Nähe sind die Katzi Deckung geben. Ein Waldweg oder der Waldrand sind ideal. Je weiter weg von der Zivilisation, von Menschen, Hunden und den Alltagsgeräuschen und Gerüchen desto besser. Versucht bitte nicht zuerst den Hinterhof zu üben.

Das kann eine untrainierte Wohnungskatze zum Ausrasten bewegen und schwups hat sich auch der trägste Schmusekater aus dem *Geschirr gewunden und die flauschige Katastrophe nimmt ihren Lauf. Der hochumzäunte eigene Garten kann, sofern die Einsicht in ihn versperrt ist gern als Übungsareal herhalten. Wenn Katzi allerdings Anzeichen von Panik zeigt, dann lieber ab in die Natur. In der Natur habt ihr auch weniger mit Flöhen oder Giardien zu tun, außer mit Zecken aber die könnt ihr problemlos absammeln. Denkt bitte an das vorherige Impfen und Chippen eures Lieblings.

Wo solltet ihr Gassigehen

Der Weg ist bekanntlich das Ziel. Steuert bitte Plätze an an denen nicht mit Hunden, aggresiven Artgenossen oder lautem Kindergeschrei zu rechnen ist. Je entspannter euer vierbeiniger Freund ist desto schöner sind diese gemeinsamen Ausflüge. Denkt bitte immer daran, eure Samtpfote ist kein Hund. Sie wird nicht unbedingt „bei Fuß“ laufen, außer ihr habt das trainiert, sondern will die Umgebung erkunden.

Auf erhöhten Plätzen sitzen und die Umgebung beobachten. Das solltet ihr zulassen und unterstützen. Verstecke die Katzi auch noch so gern erkunden möchte spart ihr besser aus. Ansonsten habt ihr möglicherweise Probleme den Fellball wieder nach Hause zu bekommen. Zwar wird im Internet empfohlen die Fellnase führen zu lassen, aber die jahrelange Erfahrung von Rita hat gezeigt, dass es praktikabler und sicherer ist, wenn der Zweibeiner vorausgeht.

Für Sicherheit sorgen

Nehmt zur Sicherheit einen *Katzenkorb/Box bzw. den noch praktischeren *Katzenrucksack mit, in das sich euer Kuschelmonster bei Gefahr flüchten kann oder ihr sie hineinsetzen könnt. Das setzt natürlich auch voraus, dass ihr vorher mit der *Katzenkorb/Box oder *Katzenrucksack geübt habt, und Katzi das als sicheren Zufluchtsort auch akzeptiert. Auf keinen Fall solltet ihr bei Gefahr die Leine loslassen.

Bei der folgenden Flucht droht erhebliche Verletzungsgefahr. Auf den Arm nehmen bei Gefahr müsst ihr vorher unbedingt trainieren und sicher anwenden können, ansonsten droht auch hier Verletzungsgefahr. Der Leinengang mit mehr als einer Katze wird nicht empfohlen, es sei denn man ist bereit viel Zeit und Mühe ins gleichzeitige Training zu investieren. Beim Gassi-gehen in der Gruppe, wird zu 8 m langen *Flexileinen geraten.

Ein ganz wichtiger Sicherheitshinweis den ihr unbedingt beachten solltet wenn ihr so sicher seid das ihr in der Nähe von Stadt oder Dorf Gassi geht. Nehmt euch bitte unbedingt vor Hundeködern in Acht. Diese können mit Gift oder Nadeln gespickt sein.

Haltet dazu bitte immer Abstand. Unbedingt nachschauen solltet ihr sobald die Schnuffelschnute an einer Stelle länger verweilt und schnüffelt. Falls es sich tatsächlich um einen Hundeköder handelt, so tragt doch euren Fund zum Wohle der Tiere auf beispielsweise giftkoeder-radar.com oder giftwarnung.info ein.

Fazit

Das es anders geht als Internetseiten es landläufig empfehlen beweist eindrucksvoll der Kanal Traveler’s Garden. Die beiden Siamesen Otani und Yozora folgen mit & ohne Leine auf Naturwanderungen, sie lassen sich bei Gefahr hochheben und vieles mehr. Was man alles erreichen kann mit einem über 9 Jahre aufgebauten fundamentalen Vertrauen der Tiere und viel Geduld ist unbedingt sehenswert. Hier findet ihr auch alle Gassi-Anleitungen im Detail. Also unbedingt reinschauen!

Wenn ihr noch Fragen, Tipps oder eine Geschichte zum Gassi-gehen habt, dann schreibt doch bitte einen Kommentar.

Unsere Folge gibt es hier zum anschauen mit tollen Aufnahmen von Traveler's Garden:

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Katzenrucksack:
*https://amzn.to/2Ndide6

Giftköder melden / informieren:
https://www.giftkoeder-radar.com/
http://www.giftwarnung.info/

Quellen:

http://www.einfachtierisch.de/katzen/katzenerziehung/katzengeschirr-mit-dem-stubentiger-gassi-gehen-id33487/

https://www.youtube.com/c/Traveler'sgarden

Hier ein langes Video, wo sie sehr viel ohne Leine durch die Wildnis wandern: https://www.youtube.com/watch?v=sRjjJC0kfEg
Hier eins am Anfang mit Leine & dann ohne: https://www.youtube.com/watch?v=vWXSci7xhYE
Hier eins, wo man ne Nahaufnahme von den Geschirren sieht (ab Minute 2:05): https://www.youtube.com/watch?v=DX80lQufUP4

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