KRATZEN und BEIßEN abgewöhnen

Submitted by Sebastian on Sun, 05/03/2020 - 11:01
KRATZEN und BEIßEN abgewöhnen

Eine schöne Rauferei mit dem verspielten Kater, so wie wir sie im Vorspann gesehen haben, gehört für die Fellraketen einfach zum Spiel dazu. Es wurde uns versichert, dass im Film keine Katzen zu Schaden gekommen sind. Katzen und Kater raufen indem sie sich gegenseitig anspringen. Mit den Vorderpfoten gegenseitig den Hals umklammern und zubeißen oder sich mit den Hinterbeinen treten.

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Beim behaarten Artgenossen mag das schmerzlos sein, beim Zweibeiner hingegen ist die Haut nach kurzer Berührung kaputt. Doch wie kann man dem Seidentiger klar machen, dass er beim Spielen die Krallen und Zähne nicht einsetzen soll?

Als erstes sollte man als Katzenhalter beim Spiel mit der noch jungen Katze nicht mit der eigenen Hand den Fellball zum Raufen und Spielen animieren. Auch wenn es schwer fällt. Stattdessen lieber mit geeignetem Katzenspielzeug unsere Feliden unterhalten. Unsere Samtpfote wird größer und spielt immer heftiger mit uns und unserer Hand. Die Grenzen und unsere Verletzlichkeit ist ihr dabei nicht bewusst. Ein nachträgliches Abgewöhnen ist schwer aber mit den folgenden Tipps möglich.

Maja's Anti-Beiß-Tipps

1.    Ruhe bewahren

Auf das Beißen oder Kratzen beim Spiel solltest du auf jeden Fall reagieren und nicht einfach weiter machen und es ertragen. Je direkter die Kommunikation von deiner Seite aus ist, umso leichter kann Katzi die Signale einordnen und die richtigen Schlüsse zeihen. Reagiere gelassen und stelle das Spiel ein. Sage zudem sofort laut Aua oder nein.

Das heben deiner Stimme in Kombination mit dem gelassenen wegziehen der Hände, mit dem Zeigefinger auf Katzi zeigen und einem strengen Blick in die Katzenaugen senden das richtige Signal. Fang danach nicht sofort an Katzi zu Streicheln oder zu Loben. Sonst wird gekratzt oder gebissen um gestreichelt zu werden. Warte bis sie sich wirklich vollkommen beruhigt hat. Beruhigt sie sich nicht, mach stattdessen lieber mit Tipp 2 weiter.

2.    Verlass den Raum

Um dem Ganzen noch mehr Nachdruck zu verliehen und Katzi zu zeigen das du das Verhalten nicht magst, stehst du auf und verlässt den Raum. Ohne Schimpfen aber ohne weitere Beachtung deiner Samtpfote. Sie möchte ja deine Aufmerksamkeit und deine Zeit. Der Aufmerksamkeitsentzug zeigt Katzi, dass sie etwas falsch gemacht hat.

Durch das richtige Timing bei Tipp 1, also Nein sagen, mit dem Spielen aufhören und streng gucken, zieht das kleine Schnurrnasenhirn die richtigen Schlüsse. Versperr deiner Katze beim verlassen des Zimmers nicht den Weg damit sie flüchten kann falls diese ungewohnte Situation sie überfordern sollte. Und füttere deine Samtpfote für ca. 20 Minuten nicht, damit sie auch das nicht fälschlicherweise als Belohnung fürs Beißen oder Kratzen versteht.

3.    Alternativen anbieten

Biete deiner Samtpfote als Alternative zum drauf rumbießen,kratzen oder kämpfen ein Spielzeug an. Beispielsweise eine Spielmaus, einen Fisch, so wie unseren oder etwas anderes in das sie ihre Krallen und Zähne schlagen kann. Ganz wichtig, immer positiv verstärken und Katzi belohnen, wenn sie die Maus anstelle deiner Hand erwischt.

Eine weitere Alternative anstelle eines Spielzeugs ist ein Artgenosse. Mit ihm oder ihr kann sie ihre Raufereien genießen  und wird mit etwas Glück deine Hand oder deine Füße nicht mehr jagen oder zu grob zubeißen. Das machen die Fellnasen dann lieber unter sich. Denn wir Menschen sind ja viel zu empfindlich in Katzenaugen.

4.    Auspowern

Powere deine Katze mit Jagd-, Fang- oder Denkspielen so weit aus, dass sie nicht mehr mit dir Kämpfen möchte. Das Ziel ist es den Jagdtrieb unserer Vierbeiner je einmal am Tag zu frieden zu stellen und damit dann auch die Lust an zu überschwänglicher Rauferei zu minimieren.

Bei den ganzen erzieherischen Tipps und Kniffen kann es dennoch vorkommen, dass deine Samtpfote auf nichts von alledem reagiert und dir gegenüber immer gereizter erscheint. Lass in jedem Fall vom Tierarzt abklären ob nicht organische Ursachen hinter diesem verhalten stecken. Wir hatten mit Maja ein ganz ähnliches Erlebnis als sie mit FORL zu tun hatte. Zu Forl gibt’s noch eine Folge.

Diese äußerst schmerzhafte Zahnerkrankung von der rund 1/3 aller Katzen betroffen ist, sorgt für Berührungsschmerz am Kiefer und am Kopf. Maja hat sich im Alltag nichts anmerken lassen. Sobald jedoch die Kuschelzeit anbrach und sie ihre geliebten Streicheleinheiten einforderte wurde sie von jetzt auf gleich aggressiv und hat sowohl die Krallen ausgefahren und auch die Zähne gezeigt. Eine Untersuchung beim Zahnspezialisten brachte die Erklärung dafür. Mittlerweile hat sie den notwendigen Eingriff gut überstanden und genießt wieder ausgiebig ihre Kuschelzeit.

Fazit

Man darf nie vergessen, dass Katzen wahre Meister darin sind, ihren tatsächlich Gesundheitszustand zu verbergen. Die Salonlöwen sind hart im Nehmen, wehleidig sind immer nur wir Zweibeiner. Und im besondere angeblich ja wir Männer, das ist zumindest die Aussage meiner besseren Hälfte. Da kann ich aber so gar nicht zustimmen.

Und das war es auch schon wieder für heute. Wenn ihr noch Fragen oder Tipps habt, um der Samtpfote die Beißerei oder Kratzerei abzugewöhnen, dann schreibt sie doch bitte in die Kommentare. Und wenn euch unsere Folge gefallen hat, dann teilt uns.

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Maja’s Empfehlungen:

Kratzen und beißen abgewöhnen:
https://de.wikihow.com/Einer-Katze-das-Bei%C3%9Fen-und-Kratzen-abgew%C3%B6hnen

https://www.tierisch-wohnen.de/katze/katze-kratzt-und-beisst/

https://www.markt.de/ratgeber/katzen/was-tun-gegen-eine-bissige-katze-wie-gewoehne-ich-der-katze-das-beissen-ab/

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