URLAUB und KATZEN

Submitted by Sebastian on Sun, 08/09/2020 - 16:00
URLAUB und KATZEN

Wie versorgt ihr im Urlaub eure Vierbeiner optimal? Wie ihr das erreichen könnt, auch wenn ihr nicht da seid, klärten wir bereits in vorangegangenen Folgen. Doch dieses Mal haben wir spezielle Tipps für die Halter von Freigängern. Habt auch ihr Ideen für neue Folgen oder wollt ihr eure Schnurris einmal in einer Folge sehen? Dann schreibt uns per Whatsapp, Telegram oder E-Mail. Einfach auf den jeweiligen Kontaktbutton auf unserer Homepage tippen und schon könnt ihr uns ganz unkompliziert erreichen.

Grundausstattung
*Grundausstattung für Katzen

Die Urlaubszeit ist angebrochen. Die Koffer sind gepackt und das Reisemobil ist aufgetankt. Bleibt bloß noch eine Kleinigkeit,: Wie versorgt man Morle, Flecki und Co., wenn man selbst die große weite Welt erkundet? Gerade für die Halter von Freigängern bzw. Hofkatzen haben wir ein paar Tipps zusammengestellt.

In unserem Teil 62 haben wir euch schon detaillierte Ratschläge zur Katzenversorgung eurer Stubentiger aufgeführt. Die Versorgung für einen Kurztripp kann ein programmierbarer Futterautomat übernehmen. Seid ihr länger als einen Tag außer Haus, sollte ein Katzensitter bei euch nach dem Rechten schauen bzw. eine Katzenpension die Pflege übernehmen. Die wenigsten Stubentiger gehen problemlos mit auf die Reise und da bietet es sich an, die Dienste eines Katzensitters in Anspruch zu nehmen. Da Katzen sehr territorial sind, stresst es sie ungemein, wenn sie kurzfristig ihr Revier gegen eine Pension tauschen sollen. Doch wie sieht es aus, wenn man selbstständige Freigänger auf dem Grundstück hat, die nur, wenn sie Lust haben, zu den Mahlzeiten erscheinen? Wie versorgt man sie oder kann man sie komplett sich selbst überlassen?

Mimi, Momo und der Vollpensionsgast Garfield gehen auf der Pferdekoppel ein und aus. Sie leben in einem Katzenschlaraffenland, das mit Kleinnagern übersät ist und sie bekommen noch obendrein das komplette Rundum-Sorglos-Futterpaket. Dementsprechend finden sich die flauschigen Kandidaten zu den regelmäßigen Fütterungszeiten ein und genießen ihr Festmahl, ein paar ausgiebige Streicheleinheiten mit Gesundheitskontrolle, manchmal eine Sanddusche und ganz viel Spielspaß mit dem fusseligen Katzenkumpel. Doch was kann man neben einem Bekannten oder Katzensitter noch tun, um die Fellbälle optimal zu unterstützen, wenn man selbst gerade nicht da ist?


1. Ungehinderter Zugang zu ihrem Revier und den Rückzugsorten
Eine Katzenklappe, optimalerweise elektronisch, regelt zuverlässig den Zugang zur Katzenhütte, in der der Kratzbaum steht und die Hauptmahlzeiten gegeben werden. Dieser Platz ist wettergeschützt und bietet einen perfekten Rückzugsort. Alternativ kann auch ein Verschlag oder eine große Katzenbox aufgestellt werden. Der Vorteil, wenn immer hier gefüttert wird ist, dass die Katze dies als sicheren Rückzugsort kennenlernt mit allen Ressourcen, die sie braucht und sich auch bei Gefahr, Krankheit oder Schmerzen dorthin zurückzieht. Das macht es leichter, den pelzigen Kandidaten für eine mögliche Fahrt zum Tierarzt einzusammeln bzw. ihn für eine Behandlung zu greifen. Eine weiche Decke und ein windgeschützter Aufstellort sind Grundvoraussetzung, damit die Schnuffelschnuten sich hier gern aufhalten. Etwas Baldrian oder Katzenminze in der Katzenhöhle sorgt ebenfalls für eine Wohlfühlatmosphäre.


2. Regelmäßige Fütterungszeiten und Rituale
Wenn Katzen eines lieben, dann ist es Pünktlichkeit. Und sie haben in der Beziehung einen sehr hohen Anspruch an uns Zweibeiner. Dafür belohnen sie uns mit ihrer Anwesenheit und geben uns Zuwendung und Aufmerksamkeit. Sie sorgen für unseren seelischen Ausgleich. Mit regelmäßigen Fütterungszeiten und einem festen Ablauf von Ritualen kann man dafür sorgen, dass die freilaufenden Schnurriputze gern und ebenso regelmäßig beim Zweibeiner wieder auftauchen, um sich bspw. die Leckereien schmecken zu lassen und ein spannendes Spiel zu spielen oder sich einfach nur verwöhnen zu lassen. In Kombination mit einem entsprechenden Lockruf oder Pfiff kann man die Fellnasen dazu bringen zu kommen, auch wenn man sie gerade nicht sehen kann.


3. Vorstellen der Katzenversorger
Eine korrekte Vorstellung der Katzenversorger im Vorfeld des Urlaubs ist erste Voraussetzung, dass eine reibungslose Versorgung funktioniert. Ein oder besser zwei Tage im Vorfeld sollte der oder die Katzenversorgerin bereits in Anwesenheit der Katzenhüter den Fellball gefüttert haben, damit auch scheue Vertreter der Feliden den neuen Freund auch als solchen erkennen und regelmäßig auftauchen. Nur so ist auch die regelmäßige Kontrolle des Gesundheitszustandes der Fellbälle gewährleistet.


4. Katzenpension als Alternative?
In diesem Fall der Haltung ist eine Katzenpension nicht die richtige Wahl und wir raten auch dringend davon ab. Der freiheitsliebende Mäusefänger könnte euch die kurzfristige Zwangsumsiedlung derart übelnehmen, dass er sich für einen längeren Zeitraum nicht blicken lässt. Als eigenständiger Lauerjäger ist die Nahrungsversorgung im Sommer für ihn bestimmt kein Problem, dafür entfällt aber gerade in der Zecken- bzw. Katerkampfzeit die wichtige Gesundheitskontrolle durch den Zweibeiner. Und die kann schon nach wenigen Tagen ohne in Augenscheinnahme über Leben und Tod der Vierbeiner entscheiden. Nicht nur uns Zweibeinern können Katzenbisse gesundheitlich schwer zu schaffen machen, auch den Katzen untereinander. So konnte Momo in diesem Jahr dem Tod bereits ein weiteres Mal von der Schippe hüpfen, dank des regelmäßigen Gesundheitschecks. Eine Bissverletzung hatte sich derart entzündet, dass nur unter Narkose und gründlichem Ausschäumen der Wundkanäle, die sich durch den Eiter gebildet hatten, Schlimmeres verhindert werden konnte. Die regelmäßige Antibiotikagabe war auch nur durch die eingespielten Rituale und die feste Bindung an sein Revier möglich.


5. Wichtige Kontaktdaten und eine Grundausstattung
Für den Katzensitter und noch viel wichtiger für euren pelzigen Liebling sind hinterlassene Kontaktdaten von euch und eurem Tierarzt / Tierärzten bei denen ihr in Behandlung seid. Wenn etwas festgestellt wird, dann ist eine Rücksprache immer sinnvoll, auch wenn es sich nachher als harmlos herausstellen könnte. Meist ist es das nicht, denn sobald etwas bemerkt wird, bedeutet dies, dass die Vierpfotenblitze ihr Leiden nicht mehr verbergen können. Denn die sensiblen Samtpfoten vertuschen ihre Schmerzen, damit sie nicht selbst der Natur zum Opfer fallen. Also heißt es besonders aufmerksam hinschauen und auch vermeintliche Kleinigkeiten ernst nehmen. Und daher ist es genauso sinnvoll an Ort und Stelle eine Transportbox vorzuhalten, die griffbereit ist, damit auch der Katzensitter bei Bedarf schnell handeln kann.


6. No Gos
Ein klassisches No Go ist im Zusammenhang mit dieser Form der Katzenhaltung die völlige Aufgabe der Verantwortung der Versorgung für die Zeit des Urlaubs. Die Katze, die bisher im Haus oder auf dem Hof ein- und ausgehen konnte wie sie wollte, wird mit einem klingelnden Halsband, damit keine Vögel gefuttert werden und sie als „Hauskatze“ erkannt wird, der Natur übergeben. Und dann fällt für eine oder mehr Wochen die Tür hinter dem Schnurriputz ins Schloss. Die Familie bricht zur Bootstour auf und der ursprüngliche Liebling, der Kuscheltiger wird sich selbst überlassen. Ein Schock, den die stillen Fellraketen verdauen, der aber seine Spuren hinterlässt. Das Vertrauen und die Beziehung beginnen zu bröckeln. In der Konsequenz tauchen diese so traumatisierten Katzen nicht wieder auf, wenn es ihnen wirklich schlecht geht. Menschen, die so handeln, spielt es in die Karten, denn sie brauchen sich nicht um Tierarztkosten oder ähnliche Scherereien kümmern. Die Fellnase hat sich einen alternativen Rückzugsort gesucht, an dem sie still mit ihren Schmerzen und schlimmen Verletzungen leidet, während die Familie am Lieblingsstand vor Anker geht.


Fazit:
Urlaubsversorgung von Freigänger-Fellraketen heißt nicht seine Verantwortung aufzugeben. Vielmehr bedeutet dies eine zuverlässige Urlaubsvertretung zu finden und sie dem Fellkind gebührend vorzustellen, ein paar Basisausstattungen vorzuhalten und dann ruhigen Gewissens in den Urlaub starten zu können. Denn Tierhaltung bedeutet Verantwortung, die nicht mit dem Antritt einer Urlaubsreise endet.
Kommen wir zum Rätsel. Beim letzten Mal suchten wir das Schaltjahr. Das war eine mächtig harte Nuss. Trotzdem habt ihr es errätselt. Was suchen wir denn heute?

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Quelle:
https://www.majaempfiehlt.de/katzenversorgung
https://www.majaempfiehlt.de/umzugmitkatze