WANN FRIEREN KATZEN? | Katzen und Kälte

Submitted by Sebastian on Sun, 12/27/2020 - 16:00
WANN FRIEREN KATZEN? | Katzen und Kälte

Können Katzen frieren und ab wann ist es ihnen zu kalt? Wie Katzen mit Kälte zurechtkommen, wie ihr erkennt, wenn eine Katze friert und was ihr tun könnt, um frierenden Katzen zu helfen, klären wir heute. Und ja, Katzen können frieren, wenn es ihnen zu kalt ist.

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Frieren Katzen?

Ja. Katzen können genauso frieren wie wir Zweibeiner. Wenn ihnen zu kalt ist, halten sie sich lieber an windgeschützten Orten auf und dösen noch mehr und ausgiebiger, als sie es ohnehin tun. Freigänger suchen sich einen windgeschützten Platz, Teilzeitfreigänger verschlägt es bei Kälteeinbruch seltener nach draußen und Stubentiger verweilen ausgiebig auf warmen Fensterbänken oder Heizungen. Doch ab wann ist es einer Katze zu kalt?

Ab wann frieren Katzen?

Ab wann eine Katze friert, ist von mehreren Faktoren abhängig. Katzen lieben Wärme, doch pauschal davon abzuleiten, die Fellträger würden bereits ab Temperaturen unter der normalen Zimmertemperatur ins Schlottern geraten, ist nicht richtig. Es hängt von verschiedenen Faktoren ab, ab wann eine Katze friert. Die Rasse, das Alter, der Gesundheitszustand, die Außentemperatur und das Wetter sind ausschlaggebende Eckpunkte.

Die Rasse

Der Körperbau ist ein entscheidender Faktor. Größere Katzenrassen frieren nicht so schnell wie klein gebaute Feliden. Ist das Körpervolumen im Vergleich zur Körperoberfläche kleiner, so kühlen die kleinsten der Katzen schneller aus und frieren demnach schneller. Singapura, Bombay, Devon Rex und Co. frieren als kleine Katzen also schneller als Maine Coon, Norwegische Waldkatze, Ragdoll und Co.

Neben dem Körperbau ist das Fell ein wichtiges Element, um gegen Kälte zu schützen. Alle Exemplare mit Unterwolle bzw. dichtem Unterfell sind besser gegen Kälte gewappnet und frieren erst bei tieferen Temperaturen als Rassen ohne wärmendes Unterfell. Die Norwegische Waldkatze ist dank ihres Körperbaus und des wärmenden Unterfells bestens gegen eisige Temperaturen gerüstet im Gegensatz zu den felllosen Sphinx-Katzen.

Das Alter

Ältere Katzen und auch Kitten frieren schneller als erwachsene Schnurrnasen. Kitten bilden ihr dichtes wärmendes Fell noch aus. Die kleinen Körper kühlen schneller aus und sind auf die Wärme der Mutterkatze angewiesen. Im Alter stellt sich der Katzenorganismus um, und der Stoffwechsel läuft nun nicht mehr so auf Hochtouren wie noch in jungen Jahren. Ältere Katzen legen nicht nur öfter Ruhepausen ein, sondern rasten gern an verschiedenen Wärmequellen. Sie werden auch aus diesem Grund anhänglicher.

Der Gesundheitszustand

Gesunde, ausgewachsene Katzen sind nicht so kälteempfindlich wie kranke Tiere. Der angeschlagene Organismus ist vollauf damit beschäftigt, Krankheitserreger zu bekämpfen. Das kostet Energie. Die fehlt dann, um den Katzenkörper auf Temperatur zu halten. Ein krankes Tier wird häufiger warme Plätze aufsuchen und mehr ruhen und verlässt im Winter nicht freiwillig die warme Wohnung. Gleiches gilt auch für den Ernährungszustand einer Katze. Schaut hierzu in unseren Teil 204.

Die Außentemperatur

Temperaturen unter dem Gefrierpunkt machen den Fellträgern in der Regel nichts aus, sofern sie ein entsprechendes Fellkleid tragen. Gesunde, erwachsene Katzen hält es bei Frost nicht in den beheizten vier Wänden. Sinken die Temperaturen auf unter -20 Grad, so wird es auch hartgesottenen Norwegern zu kühl für ausgedehnte Streifzüge.

Das Wetter

Sollte es zu den tiefen Temperaturen draußen auch noch nasskalt sein, regnen oder stürmen, dann sind die Fellnasen nicht in der freien Natur zu sehen, außer sie haben einen trockenen Unterschlupf. Das gefährlichste für die Feliden sind nicht die tiefen Temperaturen, sondern die Feuchtigkeit. Sobald ihr Fell durchnässt ist und Feuchtigkeit bis auf die Haut vordringt, wird es gefährlich für die Schnurris. Feuchtigkeit und auch starker Wind sorgen für die rasche Auskühlung der kleinen Katzenkörper. Starke und andauernde Unterkühlung führt im schlimmsten Fall zum Tod.

Ab wann Katzen frieren, kann also nicht pauschal gesagt werden. Es gibt zu unterschiedliche Fellkinder und sie alle können Kälte unterschiedlich bewältigen. Um so wichtiger ist es für uns Zweibeiner zu erkennen, ob eine Schnurrnase friert.

Woran erkenne ich, ob meine Katze friert?

Die Körpersprache der Schnurrnase ist hierbei entscheidend. Eine frierende Katze kauert sich zusammen, um den Elementen wenig Angriffsfläche zu bieten und die Wärme einzuschließen. Außerdem setzen sie ihre Pfoten dicht an den Körper und rollen den Schwanz um sich herum um. Das Fell ist aufgeplustert und bietet mit der eingeschlossenen Luft eine isolierende Schicht. Ihre Augen sind zu kleinen Schlitzen verengt. Das zeigt schon, dass der Fellnase die Temperatur nicht angenehm ist. Kommt dann noch zittern dazu, so friert die kleine Schnuffelschnute und muss ins Warme.

Verhalten der Katzen bei Kälte

Im Winter ist das Sparprogramm der Seidentiger aktiv. Sie werden träge, wenn die Tage kürzer werden und dösen nun bis zu 20 Stunden am Tag. Sie bilden ihr Winterfell aus. Die gesparte Energie dient dazu, die Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Freigänger halten sich weit weniger im Freien auf und Draußenschläfer suchen sich wind- und wettergeschützte Plätzchen, um auf bessere Zeiten zu warten. Doch nicht immer sind solche idealen Plätzchen vorhanden. Was nun?

So friert deine Katze nicht – 3 Tipps

Einsperren ist keine Alternative. Draußenschläfer bzw. Freigänger werden sich nicht in den beheizten vier Wänden einsperren lassen. Der lautstarke Protest wird euch nachts nicht zur Ruhe kommen lassen. Es gibt aber mehrere Möglichkeiten deiner Katze klirrende Kälte zu ersparen.

  • 1. Katzenklappe gegen Kälte

Ohne Schlafstörungen könnt ihr euren Freigängern und auch Draußenschläfern die Möglichkeit zum Aufwärmen geben. Mit einer Katzenklappe kommen die Schnurriputze einfach bei Bedarf aus der Kälte heraus.

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  • 2. Warmes Fleckchen im Freien

Sollten die Draußenschläfer nicht in die Wohnung kommen können oder sollen, dann könnt ihr ihnen draußen ein warmes Fleckchen als Rückzugsort bereitstellen. Eine mit Dämmstoffen wie Styropor ausgekleidete kleine Hütte bietet hervorragenden Schutz. Solltet ihr nicht so handwerklich begabt sein, (so wie wir) gibt’s im Handel auch Thermohütten zu kaufen. Eine solche Hütte bietet auch wilden oder halbwilden Streunern einen sicheren Unterschlupf. Ihr könnt damit einen wertvollen Beitrag zum Tierschutz leisten.

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  • 3. Warmes Fleckchen in der Wohnung

Damit eure Stubentiger auch in der Wohnung ein warmes und kuscheliges Fleckchen haben, gibt’s natürlich auch für sie eine Empfehlung. Mit der selbstheizenden Katzendecke von Pfotenolymp könnt ihr unkompliziert jede Fensterbank zu einem kuscheligen und warmen Liegeplatz für eure Schnurris machen.

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Fazit

Schnurrnasen können, wenn sie gesund und körperlich entsprechend ausgestattet sind, mit Kälte und Minusgraden hervorragend umgehen. Sie sollten jedoch immer einen Rückzugsort haben, an dem sie zur Ruhe kommen und sich wieder aufwärmen können. Mit einer Katzenklappe, einer winter- und wetterfesten Katzenhütte sowie einer selbstheizenden Katzendecke helft ihr den Fellnasen, sich wohl zu fühlen.

Rätsel

Habt auch ihr Ideen für neue Folgen oder wollt ihr eure Fellraketen in einer Folge sehen? Dann schreibt uns per Whatsapp, E-Mail oder Instagram.

Im Rätsel vom letzten Mal, Teil 206, wollten wir wissen, ob Katzen zählen können. Und tatsächlich konnte in Studien nachgewiesen werden, dass Katzen eine Vorstellung von Mengen haben. Sie konnten Mengen von 2 bzw. 3 Punkten voneinander unterscheiden. Viele von Euch haben mitgemacht und richtig kommentiert. Wunderbar. Macht auch dieses Mal wieder mit.

Stimmt’s?

Wer hat die längste Mähne?

A: Schnurribert Humperding. Seine Haarpracht ist mit 30 Zentimetern die längste der Welt

B: Meownika. Die Samtpfote hat mit 42 Zentimetern die längsten Katzenhaare.

oder

C: Colonel Meow. Seine Mähne ist mit 23 Zentimetern die längste der Welt. 

Wenn ihr's wisst oder eine Vermutung habt, dann schreibt uns in die Kommentare. Die Auflösung gibt es beim nächsten Mal. Um künftig keine spannenden Themen rund um die Fellnasen mehr zu verpassen, abonniert uns kostenlos und aktiviert die Glocke. Bis zum nächsten Mal. Wir freuen uns auf euch.

Quellen:

https://www.katzenkram.net/ratgeber/katze-winter/ (24.12.2020)

https://www.tierisch-wohnen.de/katze/kleine-katzenrassen-im-ueberblick-klein-oho/ (24.12.2020)

https://www.omlet.de/guide/katzen/eine_geeignete_katze_finden/die_top_7_der_gr%C3%B6%C3%9Ften_katzenrassen/ (24.12.2020)

https://cat-news.net/ab-wann-frieren-katzen-6-tipps-3264/ (24.12.2020)

http://blog.pet-interiors.de/wann-frieren-katzen/ (24.12.2020)

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