KÄTZCHEN | Warum sind Kitten so niedlich?

Submitted by Sebastian on Sun, 11/22/2020 - 16:00
Kätzchen | Warum sind Kitten so niedlich

Viele von Euch finden Tierbabys und vor allem kleine Kitten niedlich und fragen uns oft, warum das so ist. Hier kommt die Antwort.

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Faszination Kitten

Katzenjunge bzw. Katzenwelpen, so die Veterinärmedizin, werden umgangssprachlich und im englischsprachigen Raum auch Kitten genannt. Diese Katzenkinder bzw. Katzenbabys treten ab der 12. bis 16. Woche in die juvenile Phase ein und sind damit Jugendliche. Also keine Katzenbabies mehr. Da sind sie zwar noch immer niedlich, zumindest meistens, aber so putzige Kitten sind sie dann einfach nicht mehr. Doch warum finden wir gerade Kätzchen so niedlich und unwiderstehlich?
 
Große Augen, kleine Ohren, hohe Stirn und kleine quietschende Stimmen. Das trifft nicht nur auf Katzenbabies zu, sondern auch auf den Nachwuchs der Zweibeiner. Und da werden wir Dosenöffner kalt erwischt. Bei Katzenkindern wie auch bei menschlichem Nachwuchs meldet sich unser Urinstinkt. Der Beschützerinstinkt. Wir werden unbewusst beeinflusst und wollen uns um die kleinen Fellbälle kümmern. Im Teil 16 haben wir etwas zur Miauverschwörung gesagt und wie die Katzensprache uns ganz unterbewusst beeinflusst. Da werden ebenfalls unsere Instinkte angesprochen, schaut mal rein.
 
Das tollpatschige Verhalten und die drolligen Bewegungen tun ihr Übriges, um uns Zweibeiner dazu zu bringen, die kleinen Gesellen noch tiefer in unser Herz zu schließen. Die Gesamtheit aus Aussehen, Verhalten und Lautäußerung spricht uns an. Vor allem wirkt aber das Kindchenschema auf uns. Diese typischen kindlichen Proportionen und bestimmte Gesichtszüge gibt es sowohl bei menschlichen Kindern als auch bei Tierbabys. Sie wirken als Schlüsselreiz auf uns und lösen das Brutpflegeverhalten aus. Und das hat evolutionsbiologisch einen großen Vorteil für diese niedlichen kleinen Pelzträger. Die Eltern und Bezugspersonen werden zu fürsorglichem Verhalten motiviert.

Verantwortung

So sehr wir Dosenöffner uns auch kümmern wollen und so niedlich junge Kätzchen auch sind. Wenn Kitten bei euch einziehen, übernehmt ihr immer auch eine große Verantwortung. Dessen solltet ihr euch immer bewusst sein. Deshalb darf ein niedliches Kitten kein impulsives Weihnachtsgeschenk sein. Der oder die Beschenkte muss mindestens die Tragweite des eigenen Handelns abschätzen können und Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen können und sollte daher nicht unter 12 Jahre alt sein.
 
Auch Mitleid in Kombination mit dem Anblick von Kitten lässt einen schnell die eigene Situation vergessen und man möchte nur noch helfen. Doch objektiv betrachtet ist der Zweibeiner dazu oft nicht in ausreichendem Maße in der Lage. Kleine Katzen wollen lernen und gefordert werden. Ihr müsst mit mindestens 1 Stunde Jagdspiel täglich und den Zeiten für die Versorgung mit Futter, Reinigung der Utensilien und Kuscheln rechnen. Die Zeit besteht nicht NUR aus Kuscheln! 😉
 
Solltet ihr dennoch diesem Reiz erliegen, dann haben wir in Teil 83 die Basics zum Kitteneinzug zusammengetragen.
 
Die Kätzchen sollten in ihrer niedlichen Phase zwar immer Kontakt zu Menschen haben, um in der sensiblen Phase eine positive Beziehung zu Zweibeinern aufbauen zu können, doch eine Trennung vor der zwölften Woche von der Mutter und den Wurfgeschwistern beraubt sie wertvoller Erfahrungen und der Erziehung der Mutterkatze. Ihr habt später das Nachsehen, wenn die jugendlichen Vierbeiner Zeit ihres Lebens Verhaltensauffälligkeiten zeigen.
 
Keine Katze sollte allein bei euch einziehen. Mindestens ein Geschwisterchen oder gleichaltriges Kätzchen sollte ebenfalls dabei sein. Nur so wird der kätzischen Unterforderung und Vereinsamung wirkungsvoll entgegengewirkt. Auch wenn die flauschigen neuen Mitbewohner später Freigänger werden, die Verantwortung bleibt bestehen. Tierarzt, Kastration, Versorgung im Urlaub, Bespaßung. Auch ein Freigänger kostet Zeit und Geld.

Lange Partnerschaft

Das Zusammenleben mit einem Fellball ist nicht nur von kurzer Dauer. Während Freigänger zwischen 10 bis 12 Jahren erreichen, werden Wohnungskatzen mit 15 bis 20 Jahren deutlich älter. Die älteste Katze erreichte stolze 38 Jahre. Umgerechnet in Menschenjahren sind das immerhin rund 150 Lenze.
 
In dieser Zeit übernimmt man Verantwortung und muss sich dessen auch bewusst sein. Die eigene Lebenssituation und die der potentiellen Katzenhüter sollten daher im Vorfeld genau unter die Lupe genommen werden. Denn auch wenn die eigene Tochter, der Sohn, alt genug für ein Tier sind, was geschieht mit dem flauschigen Familienmitglied, wenn die Hüter umziehen oder selbst bereits hoch betagt sind?
 
Versucht euch bitte im Vorfeld eines Katzeneinzugs eure künftige Lebenssituation vor Augen zu führen. Stellt euch die Frage: „Kann ich den Bedürfnissen meiner pelzigen Familienmitglieder gerecht werden?“ Wenn ihr diese Frage nicht sicher mit „Ja“ beantworten könnt, handelt bitte im Interesse der Katzen und überlasst die Fürsorge einem anderen Zweibeiner.

Alternativen

Zu niedlichen kleinen Katzenbabys gibt es aber auch Alternativen. Wenn ihr beispielweise nicht die Zeit habt euch so ausgiebig um ein junges Kätzchen zu kümmern, aber dennoch nicht ohne plüschigen Hausgenossen auskommen könnt, dann wäre eine Tierschutz- bzw. Tierheimkatze genau das richtige für euch. Bereits ausgewachsen freuen sich viele Samtpfoten über ein neues zu Hause.

Fazit

Ein Tier bedeutet Verantwortung. Das Kindchenschema, das die Urinstinkte in uns anspricht, lässt uns häufig die eigene Situation weniger kritisch betrachten oder falsch einschätzen. Leidtragende sind häufig diese kleinen pelzigen Wonneproppen, die so süß sind, dass man am liebsten alle bei sich aufnehmen würde. Doch atmet einmal tief durch. Lasst euch alles, was wir heute erwähnt haben, erst noch einmal durch den Kopf gehen und entscheidet bitte nicht spontan.

Rätsel

Habt auch ihr Ideen für neue Folgen oder wollt ihr eure Fellraketen in einer Folge sehen? Dann schreibt uns per Whatsapp, E-Mail oder Instagram. Auf www.majaempfiehlt.de findet ihr die Kontaktbuttons. Im Rätsel vom letzten Mal, Teil 201, wollten wir wissen, ob die Geschichte der Handy ins Gefängnis schmuggelnden Katze mit einem kleinen Rucksack auf dem Rücken wahr ist. Und tatsächlich stimmt sie. Und das war auch nicht der erste Fall dieser Art. Ihr habt fleißig mitgerätselt und Kommentare gepostet. Sehr gut. 
 
Stimmt's?
 
Sir Isaac Newton erfand die Katzenklappe. Als er sich bei seinen Arbeiten durch seine Katze gestört fühlte, die ständig in sein Studienzimmer hinein und auch wieder hinaus wollte, sägte er kurzerhand eine Öffnung in die Tür, befestigte eine bewegliche Klappe daran und erfand damit die Katzenklappe.
 
Na? Stimmt die Geschichte? Wenn ihr's wisst oder eine Vermutung habt, dann schreibt uns in die Kommentare. Die Auflösung gibt es beim nächsten Mal. Um künftig keine spannenden Themen rund um die Fellnasen mehr zu verpassen, abonniert uns doch kostenlos und aktiviert die Glocke. Bis zum nächsten Mal. Wir freuen uns auf euch.

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Quellen:

Newton Picture: Godfrey Kneller, Public domain, via Wikimedia Commons (20.11.2020)
 
https://de.wikipedia.org/wiki/Katzenjunges (20.11.2020)
 
https://ga.de/warum-finden-wir-katzenbabys-eigentlich-so-niedlich_aid-41064789#:~:text=Ein%20Instinkt%20ist%20ein%20innerer,wollen%20wir%20sie%20unbewusst%20besch%C3%BCtzen. (20.11.2020)
 
https://de.wikipedia.org/wiki/Kindchenschema (20.11.2020)