KATZENFURZ | stinken Katzenfürze schlimm?

Submitted by Sebastian on Sun, 05/03/2020 - 10:09
KATZENFURZ | stinken Katzenfürze am schlimmsten?

Heute geht es um Katzenflatulenzen. Ob die Fürze von Katzen im Tierreich am schlimmsten riechen und wie es zum Furz kommt. Es ist Futterzeit und unsere Fellnasen streifen miauend und ungeduldig um unsere Beine. Die Katzeneltern können das Futter gar nicht schnell genug in den Futternapf befördern und gleich darauf wird genüsslich vor sich hin geschmatzt.

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Ein Furz entsteht

Die Fellgourmets genießen ihre Mahlzeit und fallen träge und zufrieden in einen Verdauungsschlaf. Doch was ist das? Ein vertrautes Geräusch und ein beißender Geruch. Katzi hat gepupst. Doch warum ist das so? Warum hat der Fellball Blähungen und muss furzen?

Jeder Verdauungsvorgang ist mit der Bildung von Kohlendioxid verbunden. Die guten Darmbakterien helfen, unsere Nahrung in verwertbare Bestandteile aufzuspalten. Dabei entstehen neben Kohlendioxid bei der Verdauung von Proteinen auch Schwefelverbindungen. Gerade diese sind für den strengen Geruch bei der Katzen-Flatulenz verantwortlich.

Normalerweise kommen unsere kleinen Helfer wie Lactobacillus bifidus oder E. Coli gut mit den entstehenden Gasen zurecht und bauen auch diese wieder ab. Wird aber ungewohnte Nahrung konsumiert, zu viel Fleisch auf einmal oder treten Nahrungsunverträglichkeiten auf, so entsteht mehr Gas und es stinkt auch mehr.

Stinkende Katzenfürze sind also ein erster Indikator dafür, dass der Verdauungsapparat unseres Pelzträgers mit der angebotenen Nahrung nicht gut zurechtkommt. Treten dann auch in der nächsten Zeit häufiges Erbrechen, Blähungen, ein Blähbauch bzw. Durchfälle auf oder kratzt sich die Schnurrnase überdurchschnittlich häufig oder hat Schuppen, so kann es auch ein Zeichen von Nahrungsunverträglichkeiten sein.

Hilfe gegen üble Winde

Abhilfe kann hier eine Umstellung auf hypoallergenes, also gut verträgliches, Putenfleisch bzw. Putenfleischkatzenfutter sein. Ebenso der Verzicht auf Getreide und Hühnerbrühe, die gern als Bestandteile in vielen Katzenfuttersorten verarbeitet sind und Ursache für Unverträglichkeiten sein können. Leider ist die Umstellung einer einzelnen Katze im Katzenhaushalt nicht ausreichend und auch die Katzeneltern sollten dann über eine entsprechende Anpassung der eigenen Ernährung nachdenken. Aber warum denn auch der Mensch?

Wenn man lange Zeit miteinander in einer Lebensgemeinschaft wohnt, wir Zweibeiner als Personal unserer pelzigen Mitbewohner, dann gleicht sich zwangsläufig das Mikrobiom aller im Haushalt lebenden Individuen aneinander an. Und das ist eine ganz schöne Menge an Bakterien, Viren und Einzellern, die nicht nur unseren Darm, sondern auch uns und unsere Haut bevölkern. Deren Anzahl ist sogar größer als die Summe aller Zellen, aus denen wir bestehen.

Die Umstellung auf eine solche Nahrung bei Mensch und Tier hat nicht nur zur Folge, dass die Salonlöwen ihr Futter besser vertragen und ihre Fürze nicht mehr so stinken, sondern auch, dass Entzündungsreaktionen in Folge von Unverträglichkeiten zurückgehen. Die Lebensgeister werden geweckt und allen im Haushalt geht es besser. Die Stoffwechselprodukte unserer Mikroorganismen sind teilweise die Neurotransmitter wie Serotonin und Dopamin, die unser Gehirn auf Trab halten. Soviel zu den Katzenwinden.

#DOESITFART

Übrigens stellte Anfang 2017 die Ökologin und Buchautorin Danielle Rabaiotti per Twitter einem US-Ökologen die Frage, ob Schlangen furzen können. Die mit dem Hashtag #doesitfart, also „Kann es furzen“, betitelte Frage brachte einen Stein ins Rollen. Daraus entstand ein öffentlich zugängliches Google-Spreadsheet, welches in Fachkreisen regen Anklang fand und mit Aussagen aus Expertenhand gefüllt wurde.

Rund ein Jahr später ist daraus ein sehr unterhaltsames Buch entstanden. Wer des Englischen mächtig ist, sollte unbedingt einmal hineinschauen. Und wer warten möchte, kann gespannt sein auf das Buch mit dem vielversprechenden deutschen Titel das „*(p)oops!: Erstaunliches zur tierischen Flatulenz“.

Zumindest klärt dieses Werk nicht nur die drängende Frage, welche Tiere denn furzen, sondern weitere Fakten zur Verdauung und auch welche Winde besonders schlimm riechen. Schlangen können übrigens furzen, aber nicht so wie Heringe über drei Oktaven hinweg. Damit kommunizieren die Fische auch miteinander.

Die wohl übelriechendsten Gase stammen aber von den Rotluchsen nach dem Verzehr von Eichhörnchen sowie von Giraffen, da sie direkt auf Gesichtshöhe eines durchschnittlichen Menschen pupsen. Das Aftersausen unserer pelzigen Lieblinge wird im Übrigen als „still, aber tödlich“ bezeichnet. Gut zu wissen.

Wenn ihr witzige Pups-Anekdoten oder Tipps habt, dann schreibt sie bitte in die Kommentare. Und wenn es euch gefallen hat, dann teilt uns.

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Quelle:

Prof. Dr. Yair Schiftan PERSÖNLICH
https://fitterbrain.ch

#doesitfart
Link zum Google Spreadsheet
https://docs.google.com/spreadsheets/d/19gMMn4Wmw3BNLWMojEy7kgrjnjVB2JlMSwd1s-nYyUc/edit#gid=0

Buch „Doest It Fart?“
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