Bewegende Katzenstory mit Happy End

Submitted by Sebastian on Sun, 05/03/2020 - 15:38
Bewegende Katzenstory mit Happy End

Heute gibt’s eine rührende Katzengeschichte mit Happy End. Gefunden haben wir sie in der BZ und sie ist auch bereits aus dem Juli 2018, aber dennoch so aktuell wie nie. Sie ist deshalb so wichtig, weil es ein praxisnaher Bericht aus erster Hand ist, wie sich die mangelnde Kastrationsbereitschaft der Menschen negativ auf die Katzen und ihren Nachwuchs auswirken kann. Wir Menschen haben direkten Einfluss auf allgegenwärtiges Tierleid. Hoffentlich hilft dieser kleine Einblick in das Leben einer werdenden Katzenmutter ein Bewusstsein dafür zu schaffen.

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Verwaiste Katzenbabys auf der Straße

Im Mai wurden von einem Anwohner in Siemensstadt drei Katzenbabys samt Mutter in einem Gebüsch entdeckt. Die Mutterkatze kam nach ein paar Tagen nicht wieder und so wurde das Tierheim in Falkenberg die neue Heimat für die Kitten. Die Jungen sind noch viel zu Jung für eine Trennung von der Mutter. Sie könnten Auffälligkeiten davontragen oder sich körperlich nicht richtig entwickeln.

Einige Tage später beobachtet in Siemensstadt eine Spaziergängerin eine unruhig miauende und abgemagerte Katze. Sofort wird das Tierheim verständigt. Den Mitarbeitern fällt die Ähnlichkeit zum Katzenwurf auf. Stürmisch wird die Katze von den Kitten begrüßt. Sie kümmert sich zärtlich und rührend um ihren wiedergefundenen Nachwuchs.

Unterschlupf für die Wurfgeschwister

Herrenlose Katzenwürfe sind leider kein Einzelfall. Gemeinsam mit 13 anderen Würfen bewohnt die frisch wiedervereinte Familie das Mutterkatzenhaus des Tierheims. Die insgesamt 40 Katzenkinder sind jeweils mit ihren Wurfgeschwistern in einzelnen großen Boxen untergebracht von denen jede Kratzbäume, Sessel und Höhlen hat. Es werden keine Besucher zugelassen und auch von den Mitarbeitern wird die Einhaltung strenger Hygieneregeln verlangt. So verbreiten sich Krankheiten nicht von Box zu Box.

In Berlin gibt es weit mehr als 10.000 streunende Katzen. Davon sind die wenigsten kastriert. Die Folge sind Würfe unter schweren Bedingungen. Stets begleitet von Hunger, Krankheiten und Gefahren. Die Tierheimmitarbeiter berichten, dass seit einiger Zeit verstärkt im Juni Katzen geboren werden, nicht mehr im Mai so wie es einmal war. Der Grund ist unbekannt. Im Spätsommer ist die zweite große Wurfsaison.

Aktiv gegen das Katzenleid

Um aktiv gegen das Katzenleid durch unkontrollierte Vermehrung vorzugehen werden die Katzen des Tierheims kostenlos kastriert und auch nur mindestens zu zweit abgegeben. Einzige Ausnahme, es gibt im neuen Katzenzuhause bereits eine verträgliche Katze. Denkt also bitte immer daran, Kastration schützt vor Tierleid.

Zu diesem Thema können wir euch noch den Teil zum Paderborner-Modell sehr ans Herz legen. Die Stadt Paderborn hat 2007 die Zeichen der Zeit erkannt und etwas gegen das wachsende Problem streunender und kranker Katzen getan. Durch eine eingeführte Kastrations- und Registrierungspflicht konnte vielen Katzen viel Elend erspart werden. Dieses gute Beispiel sollte Schule machen. Hier geht zum Beitrag über das Paderborner-Modell.

Habt ihr noch Fragen oder Hinweise zu diesem Thema? Dann schreibt bitte fleißig Kommentare.

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Quelle:
https://www.bz-berlin.de/berlin/lichtenberg/eine-ruehrende-kaetzchen-geschichte-mit-happy-end