KATZEN UND PFERDE - So wird das Zusammenleben ein Erfolg

Submitted by Sebastian on Sun, 10/25/2020 - 16:00
KATZEN UND PFERDE - So wird das Zusammenleben ein Erfolg

Wir hatten schon eine Folge zum Thema Katzenhaltung mit Kleintieren. Nun gibt es passend dazu die Folge zur Haltung von Katzen mit Großtieren. Dabei ist nicht die Bauernhofkatze gemeint, sondern der Beitrag richtet sich vielmehr an den Katzenhalter, der auch Pferde hält. Der Themenvorschlag kam von Anja. Vielen Dank dafür.

Grundausstattung
*Grundausstattung für Katzen

Kleine Sprachbarriere

Wie schon in Teil 173 gesagt, gibt es zwischen den verschiedenen Arten eine nicht zu unterschätzende Sprachbarriere. Katzen sprechen kätzisch, Hunde hundisch und Hamster, Farbratten und Wellensittiche ebenfalls ihre eigenen Sprachen. Das sorgt beim Zusammenleben zwischen diesen Tierarten bestenfalls für Verwirrung, aber häufig führt dies auch zu Missverständnissen und Konflikten. Mit entsprechenden Rückzugsregionen und sicheren Zonen, in denen sich die unterschiedlichen Revierbewohner aus dem Wege gehen können, kann man dem begegnen. Bei Großtieren wie Pferden, Eseln und Co. gibt es da seltener Konflikte, da sie sich meist nicht direkt miteinander beschäftigen. Zu unterschiedlich sind ihre Welten.

Das ist mein Fressbereich, das ist dein Fressbereich

Pferde betrachten Katzen nicht für gewöhnlich nicht als Angreifer und solange es sich bei der Katze nicht um einen Löwen handelt, sieht der moppelige Kater das Pferd bestenfalls als Wärmekissen an und nicht als Futter. Da besteht also keine Gefahr. Beide leben in unterschiedlichen Welten und kommen sich bei der Nahrungssuche nicht in die Quere. Konflikte entstehen so erst gar nicht. Im Gegenteil, Katzen haben in der Nähe großer Lebewesen, die sie nicht als Nahrung betrachten, verschiedene Vorteile.

Es ist angerichtet

Im Pferdestall sind meist Heu und Stroh nicht weit. Oft gibt es auch Hafer oder die tierliebenden Reiter haben Futter für die Wildvögel parat. So fühlen sich dort auch Nager heimisch und finden Unterschlupf und Nahrung. In der Nähe sind häufig Weiden und Wald, so dass auch hier reiche Jagdgründe warten. Die flauschigen Miniaturraubtiere machen sich das zu Nutze und gehen im reich gedeckten Revier auf die Pirsch.

Daheim ist, wo der Wallach wiehert

Aber Nahrung ist nur eine der Vorteile für die Stallkatzen. Nette, kuschelige und vor allem starke Gesellschaft ist immer da und wird von den Katzen sehr geschätzt. Sie ziehen sich instinktiv zu größeren und ihnen friedlich gesonnenen Lebewesen hin. Pferde bilden da keine Ausnahme. Sie bieten den Katzen Schutz und Wärme, sofern das große Huftier die direkte Nähe toleriert. Ein tolles Beispiel für so eine eher seltene innige Beziehung zeigt der Kanal von Emma Massingale. Ihr Pferd Comet hat mit Kater Louis Freundschaft geschlossen. Schaut mal rein und hinterlasst einen schönen Gruß von uns.

Vollpension mit Krankenversorgung

Nicht nur Nahrung und Sicherheit durch große vierbeinige Bewacher, sondern auch die kostenlose Krankenversicherung nebst weiteren Sonderleistungen wie Streicheleinheiten und regelmäßige Gesundheitschecks sind den Fellraketen der Einzug in die Stallungen wert. Die regelmäßige Anwesenheit von Zweibeinern, die auch mal ein paar Katzenleckerlis oder Futter springen lassen, wenns mal wieder nicht mit der Jagd geklappt hat, motivieren die plüschigen Vierbeiner in der Nähe zu bleiben.

Wo Licht ist, gibt’s auch Schatten

Natürlich sind die Zeiten für Stallkatzen nicht immer rosig. Es kann der frömmste Kater nicht in Frieden leben, wenn's dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Hiermit sind Revierkämpfe gemeint, die zum Teil sehr erbittert geführt werden. Unser Momo verteidigte sein Revier bis auf Blut und verlor dabei fast sein Leben. Mittlerweile gehts ihm wieder gut. Er hat noch 5 seiner 7 Leben übrig. Wir haben erst gestern nachgezählt.

Aber im Pferdestall lauern noch weitere Gefahren. Bspw. die Elektrozäune, die für die Einfriedung von Pferdeweiden benutzt werden. Eine Berührung ist für die Fellrakete normalerweise nicht gefährlich, aber durchaus schmerzhaft. Nach dem einen oder anderen Kontakt mit dem E-Zaun wissen die Fellkinder aber durchaus, wie sie gefahrlos daran vorbei kommen. Momo schnüffelt ob der Zaun unter Strom steht. Weitere Gefahrenquellen für die Schnurris sind die großen Rundballen mit Heu oder Stroh. Also Obacht beim Ein- und Umlagern.

Nicht alle Pferde mögen Katzen!

Pauschal kann man nicht davon ausgehen, dass alle Pferde Katzen mögen oder sie einfach ignorieren. Manche Huftiere können Katzen überhaupt nicht leiden. Auch das mussten wir leider feststellen. Also testet bitte immer erst aus, ob die Mähnenträger nicht aggressiv auf die Schnurrnasen reagieren und greift im Ernstfall rechtzeitig ein.

Eingewöhnung ist wichtig

Nicht nur Pferde müssen sich erst an die schnurrigen Mitbewohner gewöhnen, auch der zukünftige Stalltiger braucht seine Zeit. Erwachsene Katzen, die noch keine Erfahrung mit Pferden haben, zeigen meistens Angst oder zumindest Respekt vor den Großtieren und halten entsprechenden Abstand. Werden die Schnurrnasen bereits als Jungtier an Pferde und an ein Leben im Stall gewöhnt, bewegen sie sich viel ungezwungener und entspannter zwischen ihren wiehernden Mitbewohnern. Und manchmal entstehen auch so tolle Freundschaften, wie bei Comet und Louis. 

Fazit

Katzen profitieren von der Gesellschaft der Pferde genauso wie umgekehrt. Die Katzen sorgen dafür, dass Hafer, Stroh und Heu mausfrei bleiben. Im Gegenzug sorgen die sanften Riesen für Sicherheit, Gesellschaft und indirekt durch die menschliche Versorgung für regelmäßige Gesundheitschecks und Fürsorge.

Rätsel

Habt auch ihr Ideen für neue Folgen oder wollt ihr eure Fellraketen in einer Folge sehen? Dann schreibt uns per Whatsapp, Telegram oder E-Mail. Tippt einfach auf die Kontaktbuttons.

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Im Rätsel vom letzten Mal war Antwort A richtig und B nicht vollends falsch. Katzen können ihre Pupillen bewusst steuern und nutzen sie aktiv als Kommunikationsinstrument. Bei der Jagd weiten sie sich aber auch bei Lichteinfall. Viele haben mitgemacht und euch scheint diese Rätselart zu gefallen. Darum kommt hier das nächste für euch, macht wieder mit.

Was stimmt?

A:
Katzen trinken regelmäßig mindestens 300 ml Flüssigkeit am Tag. Sie sind nicht trinkfaul und brauchen ständig frisches Wasser in ausreichender Menge. Schon ein Tag ohne frisches Wasser ist für Katzen gefährlich.

B:

Als einstige Wüstenbewohner können Katzen gut einige Zeit ohne Wasser auskommen. Einigen reicht das in der Nahrung und den Beutetieren enthaltene Wasser vollends und sie brauchen keine zusätzliche Flüssigkeit aufnehmen.
Wenn ihr wisst, welche Lösung stimmt, dann schreibt sie in die Kommentare. Die Auflösung gibts beim nächsten Mal. Um künftig keine spannenden Themen rund um die Fellnasen mehr zu verpassen, abonniert uns doch kostenlos und aktiviert die Glocke. Bis zum nächsten Mal. Wir freuen uns auf euch.

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