REVIER | Reviergröße ändern?

Submitted by Sebastian on Sun, 05/03/2020 - 14:11
REVIER | Reviergröße ändern?

Wenn ihr euch auch Sorgen um eure geliebte Samtpfote macht wenn sie im Freigang durch ihr Revier streift, dann wolltet ihr mit Sicherheit auch schon einmal wissen wie groß so ein Revier werden kann. Wir zeigen unterschiedliche Reviergrößen auf und erklären auch wie man den plüschigen Draufgänger dazu bekommt, näher beim Dosenöffner zu bleiben.

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*Grundausstattung für Katzen
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Das Revier - kurz erklärt

In Folge 2 haben wir euch bereits etwas zum Revier unserer geliebten Samtpfoten berichtet. Es kann sowohl im Freigang als auch in der Wohnung liegen und unterschiedlich groß sein. Bestandteil eines jeden Reviers ist das Heim 1. Ordnung welches die heimische Wohlfühlzone rund um den Fress- und Hauptschlafplatz der Plüschrakete. Hier fühlt sich der sensible Lauerjäger sicher und sollte in diesem Bereich auch keinen Stress erfahren. Also bitte erschreckt euere Fellkinder nicht mit Gurken oder anderen Dingen die gerade auf YouTube, Facebook und Co zu sehen sind. Nehmt Rücksicht auf euren oder eure tierischen Mitbewohner und stört sie nicht beim Fressen oder Dösen.

Das Heim 2. Ordnung ist das Jagdrevier und bei Freigängern in einem Radius bis ca. 500 m um das Katzenelternhaus. Hier findet auch der „Katzentanz“ statt. Mehrere Katzen teilen sich zu unterschiedlichen Zeiten diesen Bereich. Bei Wohnungskatzen ist es der Rest der Wohnung bis zur Tür. 

Das Revier bei wilden Feliden

Die wilden Verwandten der Hauskatzen haben sehr unterschiedlich große Reviere und je nach Geschlecht auch unterschiedliche Bedürfnisse. So ist das Revier einer weiblichen Wildkatze zwischen 50 und 300 Hektar groß. Das eines Wildkaters kann bereits 500 bis 1.000 Hektar groß sein. Ein Luchs gibt sich mit nichts unter 100 Quadratkilometern zufrieden. Aber schon bei der Wildkatze sieht man eine große Varianz in der Größe des Reviers.

Die anpassungsfähigen Vertreter der Feliden wählen die Reviergröße entsprechend ihrer Bedürfnisse und der vorhandenen Ressourcen. So kann ein Nahrungsreiches Areal mit ausreichend Versteck- und Lauermöglichkeiten auch kleiner ausfallen. Wohingegen Brachen mit wenig Nahrungsquellen weiter abgesteckt werden. Doch wie sieht es nun bei den Freunden der Zweibeiner aus, unseren Hauskatzen?

Auch hier gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede. Je nach Rasse und individuellen Unterschieden ist jedoch im Durchschnitt das Revier eines Katers 3 mal größer als das einer Katze. Für die weibliche Samtpfote ist das Nahrungsangebot für sich und ihren potentiellen Nachwuchs entscheidend für die Größe ihres Reiches. Und für einen Kater kommt als Kriterium noch das Angebot an paarungswilligen Katzen hinzu. Je reifer die Samtpfoten werden je mehr vergrößert sich das Revier.

Das Revier der Hauskatzen

Mit ca. 1 ½ Jahren haben sich die Reviergrenzen gefestigt. Ein kastrierter Kater hat jedoch ein kleineres Hoheitsgebiet welches sich nach der Kastration nachträglich verkleinern kann. Doch wie schafft es die Samtpfote nun die vielen Herausforderungen und Gefahren ihres selbstgewählten und erkämpften Reiches zu bewältigen? Und wie groß ist denn das Revier nun? Kastrierte Hauskatzen ziehen ihre Grenze in der Regel innerhalb eines Radius von ca. 500 Metern um die heimische Wohnung. In der Stadt reicht ihnen oft eine Reviergröße von 300 bis 1.100 m² aus.

Nicht kastrierte Kater können bis zu 2.000 m² beanspruchen. Doch das gilt für die Stadt in der die Katzendichte höher ist und sich viele Tiere den begrenzten Raum teilen müssen. Auf dem Land kann ein unkastrierter Kater auch 60.000 m² Fläche für sich beanspruchen. Doch das ist auch nur ein Radius von ca. 140 Metern. Exakte Zahlen sind nicht leicht zu bekommen, denn dafür unterscheiden sich die örtlichen und natürlichen Gegebenheiten zu sehr. Und wie kann man einen allzu großen Bewegungsradius eines Freigängers eingrenzen um ihn vor den Gefahren der Welt zu bewahren?

Ressourcen und Bedingungen bestimmen Reviergröße

Die Natur hat unseren schlauen Fellträgern ein großes Lern- und Erinnerungsvermögen mitgegeben. Sie merken sich nicht nur mit welchen Lauten sie uns Zweibeiner zu allerlei unterschiedlichen Handlungen anstiften können, sondern auch welche Katzen sich in ihrem Territorium herumtreiben, welche gefährlichen Hunde es gibt und wo bestimmte Geräusche und Gerüche zu finden sind, die besten Nahrungsquellen und auch Gefahrenstellen die zu meiden sind und so weiter.

Dieses sogenannte Assoziative Gedächtnis lässt die Fellakademiker neue Probleme mit bereits erlerntem Wissen vergleichen und mehrere Elemente miteinander in Beziehung setzen und für sich nutzbar machen. Sie kennen Ursache und Wirkung sowie Handlungsabläufe mit zig verschiedenen Stationen. Sie können als Lauerjäger mit ausdauernder Beobachtungsgabe ein Problem nach genauem Studium auf das Wesentliche reduzieren und haben damit die wichtige Fähigkeit der Abstraktion. Damit ist es ihnen möglich Aufwand und Nutzen einer Aufgabe gegeneinander abzuwägen.

Als Opportunisten von Hause aus gehen sie dabei nur allzu oft den Weg des geringsten Widerstandes. Und genau an diesem Hebel kann der Zweibeiner ansetzen. Mit ausreichendem und vor allem hochwertigen Futter zur immer gleichen Zeit. Dem einen oder anderen Leckerlie zwischendurch, Streichel- und Kuscheleinheiten bzw. Spielspaß mit dem Dosenöffner und sicheren Rückzugsorten. Damit erwischt man den richtigen Nerv der umtriebigen Kuschelmonster. In Teil 26 erklären wir euch ganz genau was die Fellraketen an uns Zweibeinern so zu schätzen wissen. Schaut doch mal rein.

Fazit

Wer regelmäßig seinen Freigänger bzw. Freigängerin mit Futter versorgt, der sorgt auch für eine starke Bindung an das Revier 1. und 2. Ordnung und für einen geringeren Bewegungsradius. Wer seine Fellrakete auf ihren Namen trainiert und sie ausschließlich zu positiven Gelegenheiten beim Namen ruft, der kann auch seine Plüschrakete nach Hause flitzen sehen wenn sie zur Mahlzeit gerufen wird. Wie ihr eurer Fellnase ihren Namen beibringt zeigt euch Traveler's Garden. 

Wenn ihr noch weitere Anmerkungen und Hinweise oder Kritik zum Thema Katzenrevier habt, dann schreibt sie doch bitte in die Kommentare.

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Quellen:
https://www.wasistwas.de/archiv-natur-tiere-details/die-meisten-katzen-haben-ihr-eigenes-revier-wie-gross-ist-das.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Hauskatze

http://www.helpster.de/bewegungsradius-von-katzen-wissenswertes_224863

https://www.calkoo.com/de/der-kreis-rechner