THERAPIEKATZEN | was ist ihr Geheimnis?

Submitted by Sebastian on Sun, 05/03/2020 - 15:48
THERAPIEKATZEN | was ist ihr Geheimnis?

Im Jahre 2015 gab es in Deutschland gerade einmal 10 Therapiekatzen. Weit verbreitet waren und sind es auch heute noch Therapiehunde, Pferde und sogar Delphine. Kater Mogli war der erste der sich Therapiekater nennen durfte.

Regelmäßig begegnete er gemeinsam mit seiner Halterin Eva Kullmann im örtlichen Seniorenheim einsamen und dementen Damen. Trotz Demenz und hohem Alter erkannten viele Mogli wieder. Das zeigt doch welches Potenzial in Therapietieren grundsätzlich steckt. Doch warum ist das so?

Grundausstattung
*Grundausstattung für Katzen
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Tiere können helfen

Tiere werden schon lange in der Behandlung traumatisierter, depressiver oder autistischer Erwachsener und Kinder eingesetzt. Es wird von tiergestützter Therapie gesprochen. Pferde helfen depressiven Menschen. Hunde helfen durch ihre Empathie körperlich Erkrankten.

Und Katzen haben ein besonderes Pfötchen dafür sich besonders gut bei der Behandlung von angstgestörten, depressiven, dementen oder autistischen Zweibeinern zu machen. Dabei muss gerade die Katze nichts besonderes erledigen. Es reicht die bloße Anwesenheit um die Therapiesituation aufzulockern und das Eis zu brechen. Doch wie funktioniert das?

Entweder wohnt die Samtpfote in der Wohnung des Psychotherapeuten oder sie begleiten ihn beim Hausbesuch. Durch ihr natürliches, aufgeschlossenes und neugieriges Verhalten, gehen die Vierbeiner unvoreingenommen auf die Patienten zu um sie zu begrüßen und zu beschnuppern. Körperliche Gebrechen oder unübliches Verhalten sind für die Fellnasen keine Hindernisse.

Katzen überbrücken Distanzen

Die Behandlung steht nicht mehr augenscheinlich im Vordergrund. Schnell ist die Distanz zwischen Therapeuten und Patient vergessen und man kommt unbefangen ins Gespräch. Aber nicht nur in der Psychotherapie hat sich der Einsatz der Pelzträger bewährt, sondern wie eingangs erwähnt auch bei Besuchen im Seniorenheim.

Körperliche Gebrechen werden für die Zeit des Besuches vergessen und Demenzkranke nehmen ihr Umfeld bewusster wahr. Selbst der Herzschlag älterer Menschen beruhigt sich und der Blutdruck kann durch den Kontakt mit dem flauschigen Pfleger gesenkt werden. Ebenso nehmen Stresshormone im Blut ab und der Cholesterinspiegel kann sinken. Bei Kindern mit ADHS oder Hyperaktivitätssyndrom lenkt der maunzende Miniaturjäger die Aufmerksamkeit auf sich und ermöglicht teilweise durch seine Anwesenheit überhaupt erst eine Therapiesitzung.

Autistische Kinder sind oft misstrauisch gegenüber Menschen. Die Samtpfoten überfordern die kleinen Patienten aber nie. Das so aufgebaute Vertrauen zu den Feliden wird dann auf den Halter übertragen und so der Zugang zum Patienten und für seine Behandlung möglich. Aus medizinischer Sicht ist der Einsatz der schnurrenden Schönheiten effektiv und wertvoll. Doch welche Voraussetzungen muss Therapiekatze mitbringen?

Therapiekatze kann fast jede Samtpfote werden

Grundsätzlich kann jede Katze eine Therapiekatze werden. Besondere Prüfungen sind nicht abzulegen. Doch einige Eigenschaften sind von Vorteil für einen erfolgreichen Einsatz. Ein ausgeglichenes und neuen Menschen gegenüber aufgeschlossenes Wesen, sind von Vorteil. Sehr menschenbezogene Katzen sind am besten geeignet.

Tiere aus dem Tierheim oder der Tiernothilfe mit eigenen körperlichen Handicaps, wie beispielsweise fehlenden Gliedmaßen oder Blindheit, zeigen den menschlichen Patienten oft wie gut Ängste oder traumatische Erlebnisse überwunden werden können.

Die kleinen Kuscheltiere sollten außerdem entwurmt, parasitenfrei und stubenrein sein. Auf BARF Ernährung sollte mit Rücksicht auf Patienten mit geschwächtem Immunsystem ebenfalls verzichtet werden. Gerade für ältere Menschen können Keime die es beim Umgang mit rohem Fleisch immer verstärkt gibt sehr gefährlich werden. Vor dem Therapieeinsatz muss unbedingt geklärt sein ob bei den Patienten Allergien vorliegen.

Fazit

Felis catus bringt mit seiner anpassungsfähigen und neugierigen Art perfekte Voraussetzungen für die tiergestützte Therapie mit. Wir sind der Meinung, Katzen sollte es auf Rezept geben.

Wenn ihr noch Fragen oder Hinweise zu diesem Thema habt dann kommentiert ebenfalls fleißig mit.

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Quellen:

http://www.einfachtierisch.de/katzen/katzenhaltung/wie-therapiekatzen-menschen-helfen-koennen-id115258/

https://www.zooroyal.de/magazin/katzen/gesundheit-pflege-katzen/tiergestuetzte-therapie/

https://www.rtl.de/cms/deutschlands-erste-therapie-katze-mogli-hilft-schwachen-menschen-2164008.html