KÖNNEN KATZEN DEN TOD VORHERSAGEN? | Mystery

Submitted by Sebastian on Sun, 01/03/2021 - 16:00
KÖNNEN KATZEN DEN TOD VORHERSAGEN?

Können die sensiblen Feliden tatsächlich den Tod von Menschen vorhersagen oder ist es nur Zufall, wenn sie Sterbende kurz vor deren Ende aufsuchen? Es gibt einen weltberühmten Fall, den wir euch heute vorstellen möchten. Außerdem suchen wir nach einer Erklärung für die außergewöhnliche Fähigkeit eines ganz gewöhnlichen Katers.

Habt auch ihr Ideen für neue Folgen oder wollt ihr eure Fellraketen in einer Folge sehen? Dann schreibt uns per Whatsapp, E-Mail oder Instagram.

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Oscar, gewöhnlicher Kater mit außergewöhnlichen Fähigkeiten

Im Jahre 2005 adoptierte das Steere House Nursing and Rehabilitation Center in Providence, Rhode Island einen kleinen Kater namens Oscar. Das Steere House ist eine geriatrische Einrichtung, die Alzheimer- und Parkinson-Patienten bis ans Ende ihres Lebensweges begleitet.

Mit ca. 6 Monaten begann Oscar seine eigenen Visiten zu machen. Ganz ähnlich wie die Ärzte und Schwestern drehte er seine Runden, schnüffelte an bestimmten Patienten und legte sich zu ihnen. Soweit so unspektakulär. Doch Oscar legte sich nur zu den Patienten, die wenige Stunden später verstarben.

Oscar war sogar genauer in seinen „Vorhersagen“ als die spezialisierten Ärzte. In einem Fall prognostizierte ein Arzt den baldigen Tod eines Patienten, doch Oscar wollte davon nichts wissen und ging bei seiner Visite einfach weiter. Erst später besuchte Oscar den besagten Patienten wieder und kurz darauf verstarb dieser.  

Seine Genauigkeit war bis zu diesem Zeitpunkt mit 25 Fällen so genau, dass die Mitarbeiter des Steere House die Angehörigen informierten, sobald der Kater bei einem Patienten Platz nahm. Und er blieb immer solange bei ihnen bis sie verstarben und verließ dann lautlos das Zimmer.

Doch nicht immer mochten die Angehörigen dies. Oscar musste dann laut protestierend vor der Tür warten. Dort tigerte er rastlos und laut miauend auf und ab. Er hielt Abstand zu den lebenden Patienten, wollte sich nicht anfassen lassen und fauchte sogar, sobald dies jemand versuchte.

Oscar hat bis 2010 50 dokumentierte Fälle zielsicher vorausgesagt. Zu verdanken haben wir diese Aufzeichnungen Dr. David Dosa. Er schrieb als Facharzt für Geriatrie nicht nur Artikel in einschlägigen, medizinischen Fachzeitschriften, sondern auch ein Buch. Er fand zwar keine nachweisbare Erklärung für Oscars Verhalten, aber ein nachvollziehbaren Erklärungsansatz.

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Wie macht Oscar das?

Dosa vermutet, dass Oscar sensibel auf den Geruch des Todes reagiert. Was gruselig klingt, ist jedoch das natürliche Resultat von chemischen Prozessen im menschlichen Körper. Und genau diese Gerüche nimmt Oscar wahr. Ihm sind sie vertraut, denn er ist schon immer vom Tod umgeben, da er im Steere House aufgewachsen ist.

Ein anderer Erklärungsversuch kommt von Daniel Estep aus Littleton. Als Tierverhaltensforscher ist er der Meinung, der Kater, der keine lebenden sich bewegenden Menschen mag, bevorzugt die Nähe von still liegenden Zweibeinern. Und die Patienten würden sich in ihren letzten Stunden weit weniger bewegen und Oscar die Gesellschaft angenehmer machen.

Oscar wird berühmt

Der Kater der seine eigenen Visiten dreht und zielsicher Gevatter Tod ankündigt, genießt inzwischen einen relativ hohen Bekanntheitsgrad. In Liedern wird er besungen, in TV-Serien wie Dr. House oder einfach überirdisch wird seine Geschichte beschrieben. Und auch der Altmeister des gepflegten Horrors, Stephen King, verwendete Oscar als Leitmotiv in seiner Shining-Fortsetzung „Doctor Sleeps Erwachen“.

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Fazit

Was es auch immer ist, das Oscar spürt oder wahrnimmt, er entspricht genau dem Bild, welches wir Zweibeiner seit tausenden Jahren von den mysteriösen Fellnasen haben. Sie sind in irgendeiner Weise mit dem Jenseits verbunden. Ob es der Geruch des Todes ist, den sie wahrnehmen oder andere Dinge, die das nahende Ende ankündigen. Doch das sollte uns keine Angst einjagen, stattdessen sollten wir uns geehrt fühlen. Sie begleiten uns auf unserem gesamten Lebensweg, bis zum Schluss. Darum sollten wir es bei ihnen mindestens genauso machen.

 Rätsel

Im Rätsel vom letzten Teil wollten wir wissen, welche Katze die längste Mähne hat. Und richtig war Colonel Meow, der mit 23 Zentimetern die längste Mähne der Welt hat. Die anderen beiden Antworten waren frei erfunden. Ihr habt fleißig kommentiert und mitgerätselt, darum gibt es nun auch wieder ein weiteres Rätsel für euch.
 
Stimmt’s?
 
Haben Katzen ein größeres oder ein kleineres Sichtfeld als wir Zweibeiner?

A: Katzen haben ein kleineres Sichtfeld als wir Zweibeiner. Mit nur 160 Grad ist der flauschige Jäger perfekt für die Sicht auf die Beute optimiert.

B: Katzen haben mit 200 Grad Blickwinkel ein leicht größeres Sichtfeld als wir Menschen. Sie nehmen noch Dinge in ihrem peripheren Sichtfeld wahr, die uns verborgen bleiben.

Wenn ihr's wisst oder eine Vermutung habt, dann schreibt es uns in die Kommentare. Die Auflösung gibt es beim nächsten Mal. Um künftig keine spannenden Themen rund um die Fellnasen mehr zu verpassen, abonniert uns kostenlos und aktiviert die Glocke. Bis zum nächsten Mal. Wir freuen uns auf euch.

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Oscar_(Therapiekatze) (29.12.2020)

https://de.wikipedia.org/wiki/Doctor_Sleeps_Erwachen (29.12.2020)

https://www.steerehouse.org/ (30.12.2020)

https://catsworking.wordpress.com/tag/dr-david-dosa/ (30.12.2020)

https://litterae-artesque.blogspot.com/2014/06/dosa-david-oscar_9.html (30.12.2020)