Warum frisst meine Katze so viel?

Submitted by Sebastian on Sun, 12/06/2020 - 16:00
Warum frisst meine Katze zu viel?

Viele Katzenhüter berichten aktuell gerade darüber, dass ihre Fellnasen anscheinend einen unersättlichen Appetit haben. Ist die Schnurrnase etwa krank oder steckt eine ganz andere Erklärung dahinter?

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Winter is coming

Kaum naht die kalte Jahreszeit, schon gehen die Fellkinder aus dem Leim. Sind sie etwa krankhaft fettleibig? Nein, denn wenn die Tage kürzer werden und die Temperatur sinkt, dann verändert sich das Fressverhalten der Fellgourmets. Vor allem Freigänger futtern mehr und unterstützen damit ihren Wärmehaushalt. Durch die Thermogenese halten sie ihre Körperwärme aufrecht.
 
Gerade Freigänger oder Teilzeitfreigänger mit Zugang zu Außengehegen benötigen diese extra Portion Futter, damit sie im Winter schlicht und ergreifend nicht frieren müssen. Aber keine Angst, denn wenn es wieder wärmer wird, stellen die Schnurriputze ihre Ernährung wieder um und futtern weniger.

Wissenschaftlich geprüft

Das Ganze wurde 2014 wissenschaftlich durch eine französische Studie belegt. 38 Katzen verschiedenster Rassen wurde 4 Jahre lang beobachtet. Die Fellblitze durften so viel futtern wie sie wollten. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass im Spätherbst und Winter bedeutend mehr gefressen wurde als im Sommer. Die erstaunlichste Beobachtung war jedoch, dass die Kleinraubtiere nicht zunahmen, obwohl sie vermehrt fraßen. Sie verbrauchten die Zusatzenergie, um durch ihren Stoffwechsel Wärme zu produzieren. Und genau das bedeutet Thermogenese.

All you can eat, oder etwa nicht?

Doch die Fütterungsmethode, ad libitum, also so viel die Schnurrnase mag, ist nicht ganz unproblematisch. Viele Katzenhüter stellen ein Schälchen Trockenfutter bereit, an dem sich die Fellkinder zusätzlich zum Nassfutter bedienen können, wenn sie hungrig sind. Gerade bei Wohnungskatzen ist das angebotene Futter aber mehr Zeitvertreib als notwendiger Treibstoff. Und so futtert die unterforderte Samtpfote oft mehr als sie tatsächlich braucht. Das führt zu Übergewicht und den damit verbundenen Leiden. 

Neben Langeweile gibt es auch andere Gründe für die stärkere Nahrungsaufnahme unserer Fellkinder sorgen:

  • Das Sättigungsgefühl wurde durch die Zucht beeinträchtigt.
  • Kastration führt zu weniger Bewegungslust und mehr Appetit.
  • Wenige Bewegungsangebote sorgen nicht für den Verbrauch der zugeführten Kalorien.
  • Trockenfutter ist eine wahre Energiebombe und sorgt für ein permanentes Überangebot an Energie.

Wie geht richtiges Füttern

Die Menge macht das Gift und das ist bei Katzenfutter nicht anders. Zuviel ist nicht gut und zu wenig auch nicht. Eine durchschnittliche 5 Kilo Hauskatze benötigt 300 Gramm Nassfutter am Tag. Trockenfutter bitte nur als Belohnung oder zum selber Erarbeiten aus dem Fummelbrett anbieten. Dann aber bitte diese Menge vom Nassfutter abziehen.
 
Ihr könnt 2 oder optimaler 3 mal am Tag füttern. Dabei kann ein Futterautomat, wie wir sie erfolgreich seit Jahren einsetzen, sehr gute Dienste leisten. Damit ist auch die Selbstbedienung durch die Fellkinder möglich und das Futter bleibt lange frisch. Der einzige Unterschied, den ihr beachten müsst, ist folgender:
 
Ist der Napf leer, dann bleibt er leer bis zur nächsten Mahlzeit bzw. ist die Tagesration aufgefuttert, bleibt er leer bis zum nächsten Tag.
 
Das stößt eventuell nicht auf Gegenliebe bei euren Schnurrnasen. Also das stößt ganz bestimmt nicht auf Gegenliebe bei euren Schnurris, wenn sie es anders kennen. Aber ihr solltet unbedingt standhaft bleiben und nicht auf Futterbetteln reagieren. Macht stattdessen ein Gegenangebot und bespielt die Samtpfote. Und nicht immer heißt ein Miau und um die Beine streichen „ich habe Hunger“. Oft will euch die Schnuffelschnute nur begrüßen oder eure Aufmerksamkeit.

Fazit

Mehr zu futtern ist für die Fellnasen im Spätherbst und Winter normal. Damit Freigänger nicht frieren, dürfen sie auch mehr fressen, um ihre Thermoregulation zu unterstützen. Wohnungskatzen fressen meist aus anderen Gründen mehr. Allen voran Langeweile. Füttert dennoch nicht mehr und macht stattdessen ein Gegenangebot beispielsweise durch ein tolles Jagdspiel.

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Rätsel

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Im Rätsel vom letzten Mal, Teil 203, wollten wir wissen, wen es tatsächlich gibt und stellten euch 3 Kandidaten für die längste Katze der Welt vor. Von den 3 Genannten gab es nur den Kandidaten C, Barivel. Stewie, unser Kandidat B, war einmal die längste Katze der Welt, sie verstarb jedoch. Kandidat A war frei erfunden.
 
Doch so einige haben fleißig mitgerätselt und kommentiert. Knobelt auch dieses Mal wieder mit. Los geht’s mit unserem aktuellen Rätsel. 
 
Was stimmt?
 
Wenn eine Katze zur Welt kommt, dann sind ihre Augen zuerst geschlossen. Erst 7 bis 10 Tage nach der Geburt öffnen sie ihre Augen. Die Augenfarbe ist bei allen Katzen zu diesem Zeitpunkt gleich und ändert sich erst nach einiger Zeit in ihre tatsächliche Augenfarbe. Wenn sie das erste Mal ihre Augen öffnen, haben Katzenbabys immer
 
A: blaue Augen.
 
oder
 
B: grüne Augen.
 
oder
 
C: braune Augen.

Wenn ihr's wisst oder eine Vermutung habt, dann schreibt uns in die Kommentare. Die Auflösung gibt es beim nächsten Mal. Um künftig keine spannenden Themen rund um die Fellnasen mehr zu verpassen, abonniert uns kostenlos und aktiviert die Glocke. Bis zum nächsten Mal. Wir freuen uns auf euch.

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Quellen:
 
https://felifine.de/magazin/warum-frisst-meine-katze-auf-einmal-so-viel
(01.12.2020)
 
https://www.drhoelter.de/tierarzt/ernaehrungsinfos/fressverhalten.html
(01.12.2020)
 
https://de.wikipedia.org/wiki/Thermogenese#:~:text=Thermogenese%20oder%20W%C3%A4rmebildung%20ist%20die,und%20der%20Muskelaktivit%C3%A4t%20bei%20Tieren.
(01.12.2020)
 
Studie:
https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0096071
(01.12.2020)